JAGD – MIT LEIDENSCHAFT UND LIEBE ZUR NATUR – über die Messe „Jagd & Hund“ Dortmund

„Die Jagd in Deutschland ist überholt, veraltet, zum Aussterben verdammt. Der typische Jäger trinkt viel Alkohol, trägt grünen Loden und einen Hut mit Gamsbart.“, so hört man es meist aus dem jagdkritischen Lager.
Sieht es denn wirklich so aus? Wo kann man viele Waidfrauen und -männer auf kleiner Fläche und in kurzer Zeit sehen?
Zum Beispiel auf der europaweit größten Jagdmesse „Jagd & Hund“. So begleitete ich Nils und Kim Kradel von der LOCKSCHMIEDE am gestrigen Samstag in die Westfalenhalle in Dortmund. Nach einer kurzweiligen Anreise betraten wir die Westfalenhalle.

In den insgesamt acht Ausstellungshallen gab es viel zu sehen. Verschiedene Aussteller mit den Themen Geländefahrzeuge, Jagdzubehör, -bekleidung, -reisen, Kulinarisches aus Wild, Jagdgebrauchshunde sowie Jagdwaffen/-Optik präsentierten sich.
Zielstrebig suchten wir uns jedoch Stände aus, um persönliche Kontakte zu pflegen bzw. herzustellen. Der erste Gang führte daher zu einem kleinen Stand, der jedoch ständig umringt war mit einer Vielzahl von Interessierten. Hinter einem Vorhang aus verschiedensten Lockinstrumenten stand der bekannte Lockjäger Klaus Demmel, der geduldig seine Locker vorführte und deren Spiel erklärte. Ein sympathischer und vor allem bodenständiger Mann, der seine Passion und Leidenschaft für die Lockjagd mit Anderen teilt und erfolgreich „Musikinstrumente“ für die heimische Lockjagd baut, benutzt und vertreibt. Ein Großer der Lockjagdzunft.
Der nächste Weg führte zum Stand von JAGDWELT24, ein junges Onlineverkaufsportal für und von Jägern. Mit dabei war Niko Fux, die Miss Jägerin 2014. Niko ist eine überragend sympathische Jägerin, die ein Kinderbuch mit dem Titel „Gibt es denn hier Stinktiere?: Mit der Jägerin unterwegs“ geschrieben hat. Das Buch mit einer persönlichen Widmung habe natürlich für meine Tochter gekauft. Das Buch findet Ihr zum Beispiel bei Amazon für 14,95 €, Amazon-Kauflink:  Gibt es denn hier Stinktiere?: Mit der Jägerin unterwegs

Ein kurzer Besuch bei den Jagdgebrauchshunden bestärkte mein Vorhaben in der Zukunft einen Jagdhund zu führen. Lustig war es gerade beim Verein Hirschmann e.V., die sich seit 1894 um die Reinzucht und die gerechte Führung des Hannoverschen Schweißhundes kümmern. Hannoversche Schweißhunde sind die Spezialisten auf der Wundfährte und leisten einen wichtigen Dienst innerhalb des Jagdwesens.

Auch die großen Marken, wie ZEISS, HAENEL, MERKEL, KRIEGHOFF, SCHMIDT & BENDER, SWAROVSKI OPTIK u.v.m. waren natürlich vertreten. Bei der renommierten Waffenschmiede aus Suhl interessierten mich die kombinierten Waffen. Die Verarbeitung, Haptik und Optik haben mich schnell überzeugt.

Bei Sauer galt der Blick der neuen Sauer 404. Der erste SAUER Repetierer mit Handspannung.

Gerade mal sechs Stunden Messeaufenthalt reichten nicht, um alle Stände mit den innovativen Produkten und interessanten Menschen, die hinter den Produkten stehen, zu erleben. Es waren aber auch die kleinen, feinen Eindrücke, die mich beeindruckt haben.
Und die Messebesucher. Ich habe keine offiziellen Teilnehmerzahlen. Sie war aber größer als die Zahl derer, die vor dem Eingang gegen die Jagd (zwölf an der Zahl) protestiert haben.
Die Jagd ist jung, hip und sie geht mit der Zeit ohne bewährte Traditionen zu verzichten, z.B. Loden, Filz als natürliche Ressourcen für Kleidung zu benutzen.
Dass dies nicht nur meine subjektive Meinung zu sein scheint, belegen harte Zahlen. Die Anzahl der Waidfrauen und Waidmänner steigt kontinuierlich an.
JAGD ist tolerant, modern und wird in allen Gesellschaftsschichten betrieben. MIT LEIDENSCHAFT UND LIEBE ZUR NATUR.

In diesem Sinne hoffe ich auf einem Besuch der Messe im nächsten Jahr. Mit noch mehr Eindrücke und Gesprächen über eines der ältesten Handwerke der Welt.

Waidmannsheil Euer Dreispross

Hier geht es zur Bildergalerie:

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Guten Morgen!
    Herzlichen Dank für die gewohnt klaren, unmissverständlichen und jagdlich-passionierten Worte mit dem Herzen an der richtigen Stelle.
    Dank auch für die Fotos von der Ausstellung, die Deinen so netten Bericht rundeten und komplettierten.
    Mit herzlichen Grüßen und Waidmannsheil,
    Michael Modrow-Julienhof, der sich schon auf neue Filmbeiträge sehr freut

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *