Dann kommt der Rehbock jetzt in den Himmel zu den anderen Tieren?!

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Meine sechsjährige Tochter sagte, als sie heute den Rehbock sah, „Vielleicht kommt er jetzt in den Himmel zu den anderen Tieren.“ Ausführlich und kindgerecht erklärte ich ihr, was passiert war. Und als die Corona verschwunden war, gingen wir nah zum Reh, um es genauer zu betrachten.

Wie kam es dazu…?


Wöchentlich bringe ich meine Tochter zum Reitunterricht. Während dessen bin ich im Revier. Zu tun und zu sehen gibt es immer etwas.

Beim heutigen Heimweg vom Reitunterricht klingelte das Telefon und die Frau vom Revierpächter meldete einen Wildunfall und das Reh soll noch leben. Der Unfall lag auf dem Weg, so sicherte ich zu, die Kreatur schnell zu erlösen.

Die Unfallstelle war sehr gut abgesichert. Alle trugen Warnwesten und die Unglücksfahrerin war sichtlich beeindruckt und wurde bereits von einer Ersthelferin gut betreut. Die Ersthelferin war es auch, die mir den Rehbock zeigte, der zusammengekauert auf dem naheliegenden Radweg lag. Ich bat sie Abstand zu halten, wohl um ihr den Anblick des Abfangens zu ersparen. Sie beruhigte mich aber, „Das kann ich schon sehen…gehört ja auch zum Leben dazu.“, aber blieb dann doch zurück.
Die Polizei traf ein, auch beruhigt, dass der Jäger schon vor Ort ist und in Absprache nahmen sie mir den jetzt lästigen Schreibkram (Wildschadensbescheinigung) ab. Das Bock war schnell erlöst. Beim Aufbrechen wurde jedoch die Wucht des Aufpralls deutlich. Nicht mit Absicht hatte der wohl erfolgreichste „Jäger“ Deutschlands Waidmannsheil, der Autofahrer…aber das gehört wohl auch zum Leben dazu.

Gruß Ihr/ Euer Dreispross

Iphone 102

Unfallreh, der Jäger bezeichnet es als Fallwild. Fallwild zählt zur jährlichen Jagdstrecke. 2012/2013 wurden 198355 Rehe, 25161 Stück Schwarzwild, 4379 Stück Damwild und 2869 Stück Rotwild bei Verkehrsunfällen getötet (Quelle: DJV). Erheblicher Sachschaden entstand und Menschen verletzten sich und starben.

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