Gerade jetzt ist die Gefahr beim Autofahren mit einem Wildtier zusammenzustossen groß. Circa 200 000 Wildunfälle passieren pro Jahr in Deutschland. Im Herbst ist für viele Wildtiere Brunftzeit und sie sind dabei durch ihren geänderten Hormonzustand abgelenkt.

Bei einem Unfall mit einem ausgewachsenen Wildschwein entsteht schon bei Tempo 60 ein Aufprallgewicht von 3,5 t (soviel wiegt ein Nashorn).

Die Unfallfolgen sind meist verheerend. Nicht selten werden Autofahrer und -insassen verletzt oder gar getötet. Immer entsteht hoher wirtschaftlicher Schaden.

Richtiges Verhalten des Autofahrers ist dabei wichtig. Nicht ausweichen (ein Baum ist die schlechtere Alternative) und voll in die Bremsen. Nach einem Zusammenstoß die Unfallstelle sofort absichern.
Alle Jäger wissen zudem, dass gerade verletzte Tiere, egal ob Rehbock, Hirsch oder gar Wildschwein sehr gefährlich sein können. Also bitte nicht zum Tier gehen.

Jäger versuchen diese gefährlichen Unfälle in ihren Revieren durch verschiedene Maßnahmen (Duftzäune, blaue Reflektoren an den Leitpfosten) zu verhindern. Der Jäger zahlt dabei die Schutzmaßnahmen aus der eigenen Tasche.

Sollte doch mal ein Wildunfall passieren, kümmert sich der direkt oder durch die Polizei informierte Revierpächter um die toten oder verletzten Wildtiere. Ebenso stellt er bei Bedarf auch die Wildunfallbescheinigungen für Versicherung des Autofahrers aus. Was hilft dem Jäger und dem verletzten Tier? Jeden Wildunfall ohne Zeitverzug melden. Mitteilen oder an der Straße markieren, wohin das Wildtier weggelaufen ist.

Zu dem Thema Wildunfälle lief am 17.10.13 ein Bericht im RTL-Nachtjournal (ca. 4 min., 1.Thema der Sendung). Eindrucksvolle Unfallbilder verdeutlichen die Gefahr (Zum Ansehen einfach auf den folgenden Link klicken).
http://www.rtl-now.rtl.de/rtl-nachtjournal/rtl-nachtjournal.php?film_id=130519&player=1&season=0

Ich wurde natürlich auch schon informiert und bin im Auftrag des Jagdpächters zu einem Wildunfall gerufen worden…

Und auch Wölfe können mal die Straße überqueren…

Also Augen auf im Straßenverkehr und auf die „Lichter“ im Straßengraben achten. Euer Dreispross

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Treffender kann man es nicht zusammenfassen. Ist mir schon oft passiert und man muss doch immer wieder aufklären… und die Polizei sieht sich leider nie in der Verantwortung. Für die Drecksarbeit gibts ja den Jäger…

    LG Sven (21, ausm Taunus)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *