Zwanzig spannende Minuten, drei zufriedene Jäger, Freude über einen hochpassionierten Deutsch-Drahthaarhündin und die Vorfreude auf ein vorzügliches Wildgeflügelgericht…was ist das???

Der Entenstrich oder Einfall. Damit bezeichnet der Jäger den abendlichen Einflug der Enten auf ihre angestammten Fressplätze. Dabei starten alle Stockente gleichzeitig (wie durch eine innere Uhr gesteuert) von ihren Tagesgewässers, um kurz hintereinander, je nach Entfernung zum „Esszimmer“, einzufallen.  Der Einfall dauert dabei kaum eine halbe Stunde.

Gejagt wird dabei auf die Stockente, dem häufigsten Entenvogel in Mitteleuropas.

Stockente ♂ © jaegeralltag.de

Stockente ♂

Ohne einen brauchbaren, in der Wasserarbeit funktionierenden Jagdhund darf eine solche Jagd nicht durchgeführt werden. Nur solche Hunde apportieren sauber, finden erlegte Enten im Uferbereich und fangen verletzte Enten.

DD apportiert Erpel vom gegenüberliegenden Ufer © jaegeralltag.de

DD apportiert Erpel vom gegenüberliegenden Ufer

Tips und Tricks zum Entenstrich…Durch Beobachtung der Tümpel, Teiche im Revier kennen wir den lohnenden Entenstrich. Mit Futterflössen kann angelockt werden. Tarnkleidung verhindert, dass die Enten die Schützen zu leicht eräugen. Gegen den Horizont anstellen. Der helle Hintergrund hilft die anfliegenden Enten rechtzeitig zu sehen. Sie fliegen in der Regel gegen den Wind ein. Verletzte Enten verlassen gern das Gewässer. Sie tauchen ab, falls der Hund sie im Gewässer fangen will. Das ist dann Schwerstarbeit für den brauchbaren Hund. Auf den Gefahrenbereich der Schrote achten (Schrotgröße x 100), ein 3 mm Schrotkorn fliegt leicht 300 m weit. An Gewässern sind Bleischrote verboten. Alternativen sind Wolfram-Legierungen, Zink- oder Eisenschrote (Weicheisen). Dabei auf den teilweise erhöhten Gasdruck achten. Im Zweifel eine Flinte mit  „Stahlschrotbeschuß-Zeichen“ (Form einer Lilie) benutzen.

Ergebnis…© jaegeralltag.deAlle Enten werden verwertet. Die schmackhaften Entenbrüste werden ausgelöst oder die gesamte Ente als Braten zubereitet. Daraus entstehen köstliche Wildgerichten.

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